Der Flussregenpfeifer

Projekt im Chli-Gäsi Tschachen

Im Moment stehen im Chli-Gäsi Tschachen Infotafeln. Diese sollen die Besucher in diesem Gebiet informieren, die Kiesinseln im Escherkanal von April bis Juli nicht zu betreten. Mit dieser Aktion will man den hier früher brütenden Flussregenpfeifer zurück gewinnen.

 

Mit ca. 120 Brutpaaren in der Schweiz ist er ein seltener Brutvogel, der aber gerne neu entstandene Kiesinsel besiedelt. Ein Grossteil der in der Schweiz brütenden Flussregen­pfeifer haben ihr Habitat im St. Galler und Bündner Rheintal. Somit ist die Chance gross, dass Pärchen auf der Suche nach neuen, geeigneten Lebensräumen ins Chli-Gäsi Tschachen ausweichen.

 

Von ihrem Überwinterungsgebiet südlich der Sahara fliegen sie bis 7'000 Kilometer, um im Norden zu brüten. Hier legen sie meist vier Eier kreiselartig angeordnet auf kiesigen, grobkörnigen Untergrund. Das Ausbrüten der Eier dauert rund 28 Tage. Dabei vertrauen die Flussregenpfeifer voll auf ihre hervorragende Tarnung. Die Jungen sind Nestflüchter. Das heisst, sie haben schon ein vollständiges Daunenkleid, wenn sie auf die Welt kommen. Sie folgen auch schon aktiv und lebhaft den Altvögeln.

 

Die Nahrung der Flussregenpfeifer sind vorwiegend Käfer, Fliegen, Ameisen und Spinnen sowie Krebstiere. Die Jungen sind nach max. 29 Tagen flügge und dann auf sich alleine gestellt. Da diese Vögel tagaktiv sind, kann man sie gut bei ihren Tätigkeiten beobachten.

 

Hochwasser, das die häufigste Art der Brutvernichtung ist, macht ihnen zu schaffen. Dies ist aber ein natürliches Ereignis, dem die Flussregenpfeifer ausgesetzt sind. Mit zwei Jahresbruten können sie diesem natürlichen Faktor entgegen treten.

 

Es kommt jedoch immer wieder zur Brutaufgabe, wenn die Flussregenpfeifer zu häufig gestört werden. Vor allem durch Menschen oder Hunde.

 

Darum helfen Sie doch persönlich mit, dem Flussregenpfeifer die nötige Ruhe zu gönnen.

Besten Dank für Ihre Mithilfe


Flussregenpfeifer auf einer für ihn typischen Kiesbank, auf der er gerne brütet.

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: Silvio Bartholdi

 

Hinweistafel mit Infos und der Bitte an die Hündeler, ihre Hunde nicht auf die Kiesbank zu lassen.

Erstellen der Pfosten durch Mitarbeiter der Linthverwaltung.